Chile: Orchideen zwischen Wasserfällen und Vulkanen.
   
Gruppentreffen 8. Oktober 2011
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Botanische Wanderungen in Patagonien
   
Gruppentreffen 11. Februar 2012
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Herr Wolfgang RYSY ( Erlangen ) - Diavortrag in Doppelprojektion
- Chile: Orchideen zwischen Wasserfällen und Vulkanen.
(-Teil 1, Herr Wolfgang RYSY: Botanische Wanderungen in Patagonien.)
 
Chloraea chrysantha Poepp. 1833
Wie in vielen anderen Ländern der Erde sind auch in Chile Naturbeobachtungen fast nur noch in Nationalparks möglich. Wir begannen unsere botanischen Studien im Nationalpark “La Campana“ nordwestlich von Santiago. Am ersten Tag fanden wir zwar einige interessante Pflanzenarten, aber noch keine Orchideen. Erst am 2. Tag hatten wir mehr Glück: unweit der seltenen,  endemischen Palme Jubaea chilensis wuchs auf sehr trockenem Boden ein schönes Exemplar von Chloraea bletioides. Am 3. Tag überraschten uns 2 weitere Vertreter der etwa 28 in Chile heimischen Arten von Chloraea: Chloraea galeata und Chloraea picta. Daneben standen noch andere interessante Pflanzen, z.B. die beiden Amaryllis-Gewächse Placea ornata und Rhodophiala advena. Der Blick bei bestem Wetter zum 6962 m hohen Aconcagua auf argentinischer Seite, der höchste Berg Amerikas, war eine phantastische, landschaftliche Zugabe.
 
Dann fuhren wir nach Süden zum neu ernannten Nationalpark "Siete Tazas". Hier wuchsen unweit eines Wasserfalles Chloraea chrysantha mit ihren knallgelben Blüten und eine noch unbestimmte Chloraea-Art. Beim Verlassen des Nationalparks fanden wir am Straßenrand auch noch einige Orchideen sowie eine schöne Alstroemeria-Art ("Inka-Lilie"). Nur ein kurzer Fahrweg war es bis zum nächsten Naturreservat "Altos de Lircay". Dort ging es hoch hinaus bis auf über 2000 m Höhe. Aber noch vor dem Anstieg im lichten Wald leuchteten dreistrahlige, weiße Sternchen auf dem Waldboden; es waren viele Pflanzen einer nur 2 Arten umfassenden Orchideengattung: Codonorchis lessonii. Auf fast 2000 m Höhe fielen die gelben Blüten von Chloraea alpina in der kargen Graslandschaft auf. Etwas weiter überraschte uns eine Veilchen-Art (Viola congesta), die einen ganz anderen Habitus besitzt als unsere heimischen Veilchenarten. Die Pflanzen sahen aus wie Steinbrechgewächse. Bei etwa 2200 m Höhe erreichten wir die Schneegrenze und kehrten um.
 
Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Süden bis zum Nationalpark "Laguna del Laja". Auf der Strecke lag der größte Wasserfall Chiles mit etwa 50 m Fallhöhe und 100 m Breite. Am Rand des Nationalparks konnte man in etwa 1100 m Höhe kleine Holzhütten mit Ofenheizung mieten. Das gelagerte Brennholz kam gut zum Einsatz, denn die Nachttemperatur vor der Tür betrug 3 °C. Die Landschaft hier war einmalig: neben dem fast 3000 m hohen Vulkan Antuco liegen der Namen gebende See sowie einige Wasserfälle. Dazwischen fanden wir weitere Orchideenarten (z. B. Gavilea odoratissima) und mit Hilfe eines Veilchen-Spezialisten am Fuße des Vulkans eine noch unbeschriebene Veilchen-Art in Hochblüte. – Bei der Weiterfahrt fanden wir direkt an der Straße eine weitere, gelb blühende Chloraea-Art (Chloraea barbata).
Der Abschluss des Vortrages soll den Orchideen-Reichtum vom Nationalpark "Nahuelbuta" südwestlich von Los Angeles zeigen. Hier werden besonders die selten gewordenen Araukarien geschützt . Doch auch 4 weitere Chloraea-Arten und eine weitere Gavilea-Art konnten entdeckt werden.
 
  
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Vulkan Antuco
Vulkan Antuco
Chloraea alpina
Chloraea alpina 
Gavilea odoratissima
Gavilea odoratissima
Chloraea barbata
Chloraea barbata
Araucaria araucana
Araukarien

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